Jahrestagung in Magdeburg der DGM

Vier Jahre erfolgreiche Selbsthilfegruppenarbeit

Am 19. Juni fuhren 16 Mitglieder, Angehörige und Helfer der Regionalgruppe “Muskelkranke” Teltow-Fläming zu einer regionalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) nach Magdeburg. Da es für uns wegen der Entfernungen fast immer unmöglich ist, an Veranstaltungen in Freiburg oder an anderen zentralen Veranstaltungen der DGM teilzunehmen, wollten wir die günstige “Lage Magdeburg” für uns ausnutzen.

Pünktlich  begann vormittags die Podiumsdiskussion über die Gesundheitsreform. Der Geschäftsführer und der stellvertretende Vorsitzende der DGM diskutierten mit einem Vertreter der AOK Sachsen-Anhalt und einem Vertreter einer Allianz für seltende Krankheiten. Die Patientenseite vertrat kurzfristig die Landesvorsitzende der DGM Sachsen. Aber erst einmal stellte uns der Geschäftsführer verschiedene Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Freiburg vor. Einige kannten wir schon von Telefonaten und Mails, aber jetzt hatten wir auch die Möglichkeit persönlich Kontakt aufzunehmen.

Die verschiedenen Blickwinkel der jeweiligen Vertreter auf das Entstehen, die Ziele und die Ausführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) waren sehr interessant. So ist die ab dem 01.07.04 durch die neuen Heilmittelrichtlinien sich verschlechternden Bedingungen für Physiotherapien für Muskelkranke - Stichwort Therapiepause - so nicht hinnehmbar. Die DGM hat in einer Resolution dagegen protestiert. Im Anschluss an die Diskussion konnten wir unsere Probleme vortragen und mit diskutieren.

Nach einer Mittagspause teilten wir uns je nach Interesse auf sechs verschiedene Workshops auf. Kompetente Ärzte, Physiotherapeuten und Mitarbeiter der DGM leiteten diese Arbeitsgruppen. Nach einer Befragung waren alle sehr positiv von der Qualität der angebotenen Veranstaltungen überrascht. Wir besuchten die Workshops “Schmerzen”, “Entspannung”, “ALS” und “Finanzielle Absicherung”.
Nach dem Ende der Workshops  trafen sich noch einmal alle zu einem kurzen Erfahrungsaustausch mit der Möglichkeit des Kaffeetrinkens.

Nach der zweistündigen Rückfahrt, wobei wir gleich unsere nächsten Vorhaben diskutierten, kamen wir müde, aber durch den Erfahrungsaustausch auch “reicher”, wieder in Luckenwalde an. Trotz des für viele anstrengenden Tages hat es sich gelohnt. An dieser Stelle Dank dem Busfahrer, den begleitenden Familienangehörigen und Helfern.

Gleichzeitig möchten wir uns auch bei den uns unterstützenden Krankenkassen sowie den zahlreichen Einzelspendern bedanken. Ohne diese “finanziellen Beiträge” wäre uns so eine Fahrt nicht möglich! Schlicht und einfach Danke!

Fast hätten wir darüber vergessen, dass wir gerade unser “vierjähriges Jubiläum” feiern dürfen. Die Mitgliederzahl ist kontinuierlich angestiegen, die angebotenen Veranstaltungen und Treffen werden sehr gut und zahlreich angenommen. Wir hatten viele kompetente Gäste und Gesprächspartner.

Unser Motto bleibt: “Lieber ein kleines Licht anzünden, als über die Dunkelheit zu klagen”. In diesem Sinne werden wir weiterarbeiten!

B. N.

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