Fachvortrag - Technik für Behinderte
                                                                                                       26.07.06

Innovative Technologien für behinderte Menschen

Die SHG „Muskelkranker“ Teltow- Fläming hatte am 29.06.06 die Vertreter der Firma „rehintech“ zu Gast. Der Kontakt zu Frau und Herr Röllecke kam über einen ALS- Betroffenen unserer Gruppe zustande, der mit der Betreuung sehr zufrieden ist. Bei einem Krankenbesuch konnten andere Erkrankte die Hilfsmittelversorgung bewundern und sehen, was PC- Technik dank innovativer Technologien als Nachteilsausgleich für behinderte Menschen leisten kann.
 
Die logische Konsequenz  für uns war, die Firmenvertreter zu einer Gruppenversammlung einzuladen. Kurz zur Erläuterung, ALS  (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei kommt es zu einer Schädigung der motorischen Nervenzellen mit progredienten Krankheitsverlauf.

Frau Röllecke führte uns kurz in die Problematik ein und Herr Röllecke übernahm dann die praktische Vorführung an einem mitgebrachten Computer.

Die Schwerpunkte waren die Kommunikation, die Umfeldsteuerung und eine individuelle Rollstuhlversorgung. Der modulare Aufbau ist immer der leider sich verschlechternden Situation der Betroffenen anpassbar, was teure Fehlversorgungen vermeiden hilft.

Das  Kommunikationssystem ist multimodal aufgebaut, kann also über mehre Wege führen, was nicht mehr sprechende Menschen aus ihrer kommunikativen Not befreien kann (Steuerung mit den verschiedensten Körperfunktionen- Finger, Kopf, Augen ...).
Die Umfeldsteuerung ist ein Gerät bzw. eine Kommandozentrale mit der z. Bsp. Fenster und Türen geöffnet oder das Licht angeschaltet werden kann.
Die Rollstuhlversorgung muß die individuellen Lebensumstände und die sehr verschiedenen Bewegungsspielräume der Erkrankten berücksichtigen.

Im Anschluß an die interessanten Ausführungen entspann sich eine lebhafte Diskussion über mögliche Kostenträger, Widersprüche und Fehlversorgungen. Diese ganze Thematik wäre sicher auch für andere SHG  interessant gewesen, aber leider konnten wir keine „Gäste“ begrüßen. Selbstkritisch müssen wir aber auch sagen, dass für viele „unsere Zeitungsbekanntmachung“ vielleicht zu kurzfristig war. Einen Versuch war es wert und die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen ist sicherlich noch ausbaubar.

So wollen wir uns im August mit der „Potsdamer“ – Gruppe treffen, Schloss Sanccouci besuchen und danach eine Gesprächsrunde mit dem Behindertenbeauftragten des Landes Brandenburg, Herrn Rainer Kluge, durchführen.

Bernhard Nitsche

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